ZENSUR UND SO

Haarsträubende Sachen planen die da. Die Grossen. Die Mächtigen. Die Bösen. Die, die keine Ahnung vom Internet haben. Die, die ob der Unkontrollierbarkeit des Internets Angst bekommen. Angst um ihr Geld.

Und jetzt wieder alle so: Oh Mann, was der Damian da wieder liest. Dieser Neuzeit-Hippie. Und was er alles wieder glaubt. Das les ich doch nicht. Das ist ja viel zu viel Text. Das geht mich doch nichts an. Das tangiert meine Ecke des Internets nicht.

Von wegen. Wehret den Anfängen.

Ich meine Hallo? Die wollen, unter anderem, dass Zollbeamte in Zukunft mein iPhone nach Urheberrechtsverletzungen durchsuchen dürfen. Gehts noch?

Passend dazu, irgendwie, heute ist der 5. November:

Remember, remember, the 5th of November…

    7 Kommentare

  • Tjaha. Anlässlich meiner verzweifelten geografischen Lage (zack) und dem Willen, der *PIEP* chinesischen Zensurbehörde ein Schnibbsche zu schlagen, habe ich mich mit genau diesen Problemen befasst. Also gestern. Im Büro.
    Das Destillat dieser schier (trotz massiver Zensur) unendlichen Informationsflut betreffend “tor” und “i2p” ist: Es GIBT Möglichkeiten, diese ganze *PIEP* Internetzensur zu umgehen, und zwar – ich fasse mich kurz, sonst wird das hier zu geekig – wenn du dir das so vorstellst (angenommen ich habe das richtig verstanden).
    Du bist ein Knoten (“node”). Alle anderen sind auch Knoten, inklusive deinem ISP. So. Jetzt weiss aber jeder Knoten, wer der andere ist. Man stelle sich jetzt ein Netzwerk vor, wo nur der vorhergehende Knoten und der nachfolgende Knoten (wenn dein ähm Knoten in der Mitte ist) weiss, wo und wer der andere ist. Heisst: Anonymität. Keiner kann feststellen, wer der andere ist. Und wo und so Krams.
    Problem: Diese Netzwerke sind in sich geschlossen. Haben also EIGENTLICH keine Verbindung mit “dem” Internet. Jetzt gibt es aber Leute, die einen Server zu Verfügung stellen, der diese Netze miteinander verbindet. Sind zwar extrem wenig Leute, aber es gibt sie. Das sind dann sog. End-nodes. Du siehst das Problem: Alle Daten, die dann durch diesen end-node getunnelt werden, werden der Person zugerechnet, die diesen endnode betreibt (also zB copyright-Verletzungen usw) – sie ist somit einem gewissen Risiko bzw dem goodwill der Benutzer ausgesetzt. Ausserdem ist das scheisslangsam. Aber hey! Du bist anonym.
    endnodes sind also mit einem Proxy vergleichbar, nur dass der Ursprung nicht zurückverfolgt werden kann, zumindest nicht weiter als bis zum endnode des i2p-netzwerkes.
    Ich habe dir jetzt hoffentlich einen einigermassen korrekten Grundriss des System hinter “tor” und “i2p” gemalt. Hoffentlich verstehst du auch irgendwas davon.
    Es GIBT Möglichkeiten, diese *PIEP* Zensur zum umgehen. Allerdings scheitern diese, sobald mehr Leute (und damit mehr bescheuerte missbrauchende Leute) diese Netzwerke benutzen.
    Hach, ich könnte dich jetzt mit noch mehr Destillaten überschwemmen, aber das interessiert dich wahrscheinlich nicht.

    =The anonymous internet is not dead!

  • DMN

    @Till: Ich hab keinen Plan wovon du sprichst. :-)
    Aber…all das wovon du sprichst, basiert darauf, dass nur ein gewisser Bereich (in deinem Falle China) vom Internet abgekapselt wird…was, sagen wir mal, leicht machbar aber auch leicht umgehbar ist.
    Das, was jetzt aber Lobbysten gerade ungeniert diskutieren und planen, ist eine “Regulierung” des kompletten Internets. Das heisst, das auch alle Provider involviert sind. Und da alle Provider an Geld interessiert sind und staatliche Sanktionen fürchten kuschen die dann auch schön.

    Und ob eine Zensur umschiffbar ist oder nicht, ist letztendlich egal…denn es sollte erst gar keine stattfinden.

    Und schlussendlich muss man nicht mal bis nach China…England mit seinem ThreeStrikes-System ist ebenfalls ziemlich, ähm, totalitär.

  • Ja, stimmt. Prävention ist besser als das andere da. Du weisst schon.
    Wieso ich diesen ganzen nerdscheiss geschrieben habe, ist der: Es gibt praktisch andere world wide webs, die man nicht kontrollieren kann, weil annonym. Wie eben das, was ich dazusammendestilliert habe.

    Was ist denn das für ein System in England? Noch nie von gehört.

    Das Problem ist ja: Wieso solltest du etwas dagegen haben, dass man dich auf Urheberrechte kontrolliert? Weil du bist ja kein böser Urheberrechtsverletzer.
    Mein Problem damit ist: Wieso sollte man da aufhören? Genau dort wittern ja dann alle das grosse Geld. Ich möchte nur mal an zB diese scheiss drecksver*PIEP* “angepasste Werbung” überall erinnern. Argh.
    Hach, das waren noch Zeiten, wo das Internet als annonym galt.

    Da fällt mir gerade ein: Glaubst du, dass ich das hier schreibe? Woher weisst du, wer ich bin? Hui, jetzt wirds internetphilosophisch. Scheiss drauf.

  • DMN

    Uh, nicht England….Frankreich. Pardon.
    Das erlaubt der Behörde, einem 2fach gewarnten, beim dritten Verstoss das Internet abzuschalten. Einfach so. Zack.
    Und in Planung ist jetzt ein verschärftes ThreeStrikes. Eigentlich ein OneStrike. Da reicht dann der blosse Verdacht auf Raubkopie, Urheberrechtsverletzungen, etc…und die schalten dir dann einfach so mal das Internet ab. Rein prophylaktisch. Zack.

    Klar, mein iPhone können die schon durchsuchen…die finden da vielleicht 2-3 Songs die ich nicht gekauft habe. Mehr nicht. Aber da müsste man weiter ausholen…nämlich das Urheberrecht an und für sich ist schon veraltet…das Medium Internet kein bisschen berücksichtigend.
    Zudem ist der Ansatz per se falsch…also die Peitsche…das Zuckerbrot würde GARANTIERT besser funktionieren. Die Leute brauchen eine Anreiz, Musik legal zu erwerben…keine Bestrafung WENN sie es dann tun. Apple hats mit dem iTunesStore vorgemacht (der Store selbst und jetzt alle Songs DRM frei), kriegt aber von der Musikindustrie (!) riesige Steine in den Weg und, das ist das bemerkenswerte, nur wenige folgen Apples Beispiel. Der Musikindustrie ging es noch nie besser, aber statt die Preise zu senken und dafür das 100fache zu verkaufen, fordern sie von Apple (oder auch von Nokia) höhere Preise im Store, mehr Umsatzbeteiligung, etc.

    Uh. Äh. Ich bin abgeschweift.

  • Ich mache den ganzen Tag auch nichts anderes. Also als abzuschweifen. ;)

    Das mit Frankreich ist ja krass. Ich kann mir kaum ein Leben ohne Internet vorstellen. Dann müsste man ja tonnenweise Bücher lesen! Jächgs, nein danke.

    Die Musikindustrie ist auch nur ein Menschengebilde und deswegen so geldgeil, dass das Wort “LANGFRISTIGKEIT” einfach nicht existiert. Tand Tand ist das Gebilde von Menschenhand. Solange nicht alle Parteien einen direkten Vorteil der zB im iTunesstore gekauften Musik sehen, gibt es das nicht. Oder nur als Randerscheinung. Menschen halt.

  • DMN

    Aber der iTunes-Store IST für alle ein Vorteil.
    Die Musikindustrie ist, behaupte ich jetzt einfach, per se behindert.

  • Dann ist sie einfach zu PHNDRT, diesen Vorteil zu sehen. Sowas gibts viel.

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Rauf
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Zum Mensch

Der fastvierteljahrhundertjährige Damian ist ausserordentlich gerne im Internet unterwegs, obschon er alles andere als ein Internetkind erster Stunde ist sondern während seiner Kindheit lieber Bäume gefällt hat und von Stalldächern in Tiefschnee gesprungen ist. Sein beruflicher Werdegang beinhaltet eine technische Ausbildung in der Baubranche, welche rückblickend aber eher eine Selbstfindungsphase war, ihm aber ein sehr ausgeprägtes wirtschaftliches Verständnis auf den Weg gab. Mittlerweile hat er sein langjähriges Hobby zum Beruf gemacht und darf bei seinen konzeptionellen und grafischen Arbeiten in der Werbeagentur CLUS stets aufs Neue feststellen, dass seine autodidaktische Ausbildung sehr effizient war und das ihm nachgesagte Gespür dafür kein Hirngespinst ist. So empfiehlt er seinen Arbeitgeber natürlich gerne weiter oder erledigt kleinere Arbeiten auch privat. Einfach melden.

Zum Inhalt

Aus den knapp dreizehn Billiarden Websites die er gerne liest, filtert Damian zum Wohle der Menschheit das in seinen Augen beste heraus und präsentiert es, garniert mit seiner Meinung dazu, auf diesem Blog hier.

Dazu gehört vor allem alles Schöne. Von Graphic- über Web- bis hin zu Motiondesign, aber auch Kurzfilme, Videos und ‘klassische’ Kunst. Allgemein hegt er ein Faible für alles, was dem Betrachter ein “Woah” zu entlocken vermag.

Das zum einen. Zum anderen bloggt er gerne über lustiges Zeugs. Insbesondere in der von ihm als Neuzeit-Humor bezeichneten Kategorie Internet-Humor (Wait what).

Das zum anderen. Zum anderen anderen berichtet er zwischendurch auch über persönliches. Dazu zählt sowohl alles private, das er mitteilungswürdig findet (Stalkerfutter) als auch Zwischenbilanzen oder kurze Hinweise auf Projekte, die er, meist unter der Obhut von LUAGSH, abgeschlossen hat oder abschliessen wird (Luagshprojekte und Hausgemachtes).

Weitere Inhalte dieses Blogs sind natürlich auch noch Filme, über die Damian ein beträchtliches aber gerne unterschätztes weil hier nicht allzustark präsentiertes Wissen besitzt. Also Obacht.

Von Zeit zu Zeit und immer öfters sind hier auch Videospiele ein Thema, die schliesslich ein wichtiger Bestandteil von Damians Freizeit sind und allgemeinhin noch den völlig falschen Ruf haben, was er gerne ändern würde.

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Und: Für alle hier veröffentlichten Fotos und Videos und ähnlichem Zeugs, dass ich selber gemacht habe (!), habe ich das alleinige Herrschafts-Diktatoren-Recht-Tyrannei-Dingsbums. Also Copyright und so. Ihr wisst schon. Aber selbstverständlich darf man mich gerne fragen, ob man etwas weiterverwenden darf. Ich sag ja dann ohnehin ja. Meistens. Man kann es aber auch einfach nehmen, ohne zu fragen, solange es irgendwo ein Vermerk auf mich und meine Seite gibt. For the Fame, you know.

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