Tomorrow, When the War Began


Kleiner Filmtipp für einen Film, von dem ich nur am Rand gehört hatte und ihn als Teenie-Kack vorschnell ignorierte. Tomorrow, When the War Began handelt von einer Gruppe von Jugendlichen, welche gemeinsam in den Australischen Outback auf einen Campingausflug fahren, währendessen eine fremde Grossmacht Australien invadiert und besetzt. Bei der Rückkehr kämpfen die nach und nach ihre Unschuld verlierenden Teenager im Guerilla-Style gegen die feindliche, offensichtlich asiatisch aber an und für sich fiktive Armee.

Die australisch-amerikanische Grossproduktion ist zwar alles andere als ein Meisterwerk, zumal von besagtem Teenie-Kack halt doch recht viel enthalten ist, aber durch den irgendwie hervorragenden Cast und die zugegebenermassen doch sehr bedrohliche Grundprämisse punktet der Film über weite Strecken. Dazu kommen ein paar gekonnt gestreute und hübsch inszenierte Actionsequenzen und die Tatsache, dass man sich ständig fragt, was man an der Stelle der Jugendlichen tun würde und dementsprechend ordentlich mit fiebert.

Zwar ob der Erzählstruktur naheliegend aber dennoch interessant ist, dass man so gut wie gar nichts über den übermächtigen Feind und dessen Beweggründe erfährt und stets mit den Protagonisten mehr oder weniger im Dunkeln tappt. Sie sind einfach hier, sie sind böse und sie müssen bekämpft werden. Die Gruppe steht dabei aber immer im Mittelpunkt der Geschichte und deren Wandel wird, so gut wie das bei so vielen Leuten in so kurzer Zeit möglich ist, sehr schön aufgezeigt.
Nervig allerdings ist, dass das ganze, der Buchvorlage entsprechend, als Serie konzipiert ist und der Schluss, inklusive der wirklich ganz grauenhaften Blue-Screen-Szene, sehr lieblos und cliffhangerüberladen heruntergehaspelt wird. Aber da der Film zu einem der erfolgreichsten australischen Filmen zählt, sind die Fortsetzungen immerhin im Trockenen.

Jedenfalls, sehr zu empfehlen. Obwohl der Film, um seiner brutalen Geschichte gerecht zu werden, ruhig ein bisschen drastischer in der Darstellung von Gewalt hätte sein können. Wäre der Stimmung dienlich gewesen.
Dafür entschädigt Hauptdarstellerin Caitlin Stasey. Sowohl schauspielerisch als auch optisch.

Der ein bisschen gar viel zeigende Trailer nach dem Klick. BluRay liegt bei mir Zuhause. For those nearby.

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    5 Kommentare

  • Wer möchte denn freiwillig Australien angreifen? Haben die noch nichts von Kriegskänguruhs gehört?

  • michi

    Ich weiss nicht, aber ich fand den film recht stumpf, zumal er einerseits jedes erdenkliche klischee ausnutzt und andererseits auch noch verdammt schlecht gespielt wurde.

  • @michi: Klischees bedient er sich eigentlich eben nicht. Wie ich finde. Viel mehr ist er durch die asiatische Armee sehr realistisch. Und richtig RICHTIG klischeehaft wäre er geworden, wenn Hollywood die Geschichte verfilmt hätte…mit haufenweise Pathos-Gedöns. Das fehlt hier angenehmerweise fast gänzlich. Und die schauspielerische Leistung ist, in Anbetracht des doch sehr jungen und unerfahrenen Casts, ganz ordentlich. Wie ich ebenfalls finde. :-)

  • danke für den tipp… wird demnächst angeschaut :)

  • hui, atmosphärischer film!
    bis auf einige szenen fand ich das ganze eigentlich ziemlich glaubhaft dargestellt; die klischees brechen nur hie und da durch. das pfarrertöchterchen und die ansprache zum schluss fand ich jedoch schon arg an der grenze zum lächerlichen, aber grundsätzlich ok.

    die idee, den feind mehr oder weniger anonym darzustellen hat mir gut gefallen. im krassen gegenteil passte es meiner meinung nach jedoch gar nicht, den aufseher, welcher den gefangenen erschiesst, so extrem in den vordergrund zu stellen. hatte anschliessend ständig erwartet, diesen als “zwischengegner” wieder zu sehen.

    ach ja: den griechische vin diesel verschnitt fand’ ich super :-D

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Rauf
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Zum Mensch

Der fastvierteljahrhundertjährige Damian ist ausserordentlich gerne im Internet unterwegs, obschon er alles andere als ein Internetkind erster Stunde ist sondern während seiner Kindheit lieber Bäume gefällt hat und von Stalldächern in Tiefschnee gesprungen ist. Sein beruflicher Werdegang beinhaltet eine technische Ausbildung in der Baubranche, welche rückblickend aber eher eine Selbstfindungsphase war, ihm aber ein sehr ausgeprägtes wirtschaftliches Verständnis auf den Weg gab. Mittlerweile hat er sein langjähriges Hobby zum Beruf gemacht und darf bei seinen konzeptionellen und grafischen Arbeiten in der Werbeagentur CLUS stets aufs Neue feststellen, dass seine autodidaktische Ausbildung sehr effizient war und das ihm nachgesagte Gespür dafür kein Hirngespinst ist. So empfiehlt er seinen Arbeitgeber natürlich gerne weiter oder erledigt kleinere Arbeiten auch privat. Einfach melden.

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Aus den knapp dreizehn Billiarden Websites die er gerne liest, filtert Damian zum Wohle der Menschheit das in seinen Augen beste heraus und präsentiert es, garniert mit seiner Meinung dazu, auf diesem Blog hier.

Dazu gehört vor allem alles Schöne. Von Graphic- über Web- bis hin zu Motiondesign, aber auch Kurzfilme, Videos und ‘klassische’ Kunst. Allgemein hegt er ein Faible für alles, was dem Betrachter ein “Woah” zu entlocken vermag.

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