INTERNET Á LA CHINOISE

Frankreichs Regierung bemüht sich im Moment um ein Internet “á la chinoise” und meint damit eine staatliche Kontrolle, also Zensur, im Stil von China. Diese orwellsche Dystopie übertreffen könnte voraussichtlich eigentlich nur noch Deutschland im Falle einer Annahme der geplanten Altersbeschränkung für das Internet, welches eine zeitlich beschränkte Erreichbarkeit für beispielsweise Seiten ‘ab 16 Jahren’ vorsieht.
BROSIS
Kürzlich hatte ich hier ja was von einem Brosi, der dann mit einem anderen Brosi verwechselt wurde. Und eben dieser Verwechslungs-Brosi war dann zufälligerweise am nächsten Tag in der Zeitung. Ziemlich dick sogar: Einen Bericht und einen Kommentar widmete die Südostschweiz der Tatsache, dass Herr Brosi, seines Zeichens Direktor der EMS Schiers, sich der Schüler-Adresskartei der selbigen bediente um ihnen “Bettelbriefe” für seine Regierungsratkandidatur zu senden.
Peter Simmen von der Südostschweiz hält dieses Vorgehen, also das Zweckentfremden von Adressen, für moralisch nicht zulässig.
CLASH OF THE TITANS
Ich weiss nicht, ist das jetzt ein guter Kommentar? Mir gefällt er irgendwie. Oder reitet Stefan Bühler auf seinem Sieg, welcher als solcher zu bezeichnen von Hanspeter Lebrument verhindert werden will, zu akurat rum? Meiner Meinung nach ist es verständlich, dass Herr Bühler seinen Triumph auskostet und selbigen demzufolge auch nicht zu knapp kund tut.
Auf jeden Fall bin ich gespannt, was sich in dieser Richtung noch tut und würde gerne mal ein Statement von der Gegenseite lesen. Eines von David Sieber (yay!) wäre auch interessant. Selbiger scheint mir nämlich durch den bösen Lebrument noch nicht allzu stark gebremst und gezähmt worden zu sein.
Wen es interessiert:
- Ein etwas älteres Interview mit Stefan Bühler auf persönlich.com
- Bericht auf der Internetseite der Lichtensteinischen Zeitung Volksblatt (gnihihi…dieser Name)
- Und worum gings eigentlich schon wieder? Ah, genau. Darum.
Abschliessend noch eine alles sagende Aussage von Herrn Bühler (Auszug aus oben verlinktem Interview):
Persönlich.com: Abschlussfrage: Sie haben 25 Jahre mit Hanspeter Lebrument zusammengearbeitet. Mittlerweile sind Sie sein grössster Konkurrent im Kanton. Wie würden Sie heute das Verhältnis zu ihrem einstigen Weggefährten umschreiben?
Stefan Bühler: Es ist ein “Null”-Verhältnis.
Zur Steigerung der ohnehin schon greifbaren Dramaturgie empfiehlt sich anschliessend an Bühlers Antwort DEN hier zu drücken.
KLEINES VOLK
Statistiken sind, insbesondere wenn sie auf Meinungsumfragen beruhen, scheisse. Wenn ein Header in einer Zeitschrift mit zum Beispiel “68% aller Schweizer finden, dass…” beginnt, finde ich den gesamten Artikel per se schon schlecht. Und zwar weil, nunja, weil er sinnlos ist. Das ist dann so perfide verbreitetes Halbwissen, wie sonst nur Galileo imstande ist. Und wenn man berücksichtigt, wie viele teils sehr wichtige Entscheidungen auf Grund von Umfragen getroffen werden, schaudert es mir. Denn, das behaupte ich jetzt einfach mal so, beruht allerdings auch auf Logik, würde man die Umfrage einen Tag später machen und somit andere Leute befragen, käme ein komplett anderes Ergebnis zu Tage. Garantiert.
Nun, lange Rede, langer Sinn.
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DUMM’N'BASS
Marco Nüssli, OpenAir-, Musik- und Drum’n'Bass-Experte bei der Südostschweiz, disqualifiziert sich heute selbst. Und zwar äusserst gekonnt.
Denn wenn er in der heutigen Ausgabe der Südostschweiz bezüglich dem Auftritt von Deichkind am OpenAir Val Lumnezia folgendes schreibt;
Die einstigen Rapper zeigten eine technoide Elektroshow frei von irgendeinem musikalischen Gehalt. Dumpfe Beats bar jeglicher Innovation schepperten aus der Konserve, dazu gesellte sich Sprechgesang, der eher an ein Grunzen erinnerte.
mag man ihm das ja möglicherweise verzeihen. Seine Meinung. Wenn sie auch sehr verbittert klingt.
Aber mit nächstem Satz denunziert er das Publikum und lässt gleichzeitig seiner Unwissenheit freien Lauf. Und dies mit einer eher unfreundlichen Arroganz;
Das grosse Teile des Publikums trotzdem ihren Spass daran hatten, lag vielleicht auch an der Unkenntnis, wie gut richtige Drum’n'Bass-Gruppen wie zum Beispiel The Prodigy live klingen.
Oh, du Held, welcher schon alles gesehen hat. Oh, du dummes Publikum, welches sich sogar ob den schlechten Deichkinds zu freuen vermag.
Weder The Prodigy noch Deichkind (die sowieso nicht) sind der Kategorie Drum’n'Bass zuzuordnen. Zudem hängt die Wirkung eines Live-Konzerts auf den Zuschauer nicht unwesentlich von der Stimmung desselbigen ab und daher sind solche Aussagen, pardon, scheisse und gehören nicht in einen solchen Bericht. Zeigt ein paar Bilder, nennt ein paar Highlights und ein paar Zahlen aber lasst bitte solch subjektive Berichte.
Openair-Rezensionen in Zeitungen sind meiner Meinung nach einfach unglaublich dumm und sinnlos. So etwas würde ich nie machen. Ehrlich.
DATENSCHUTZ
Mir persönlich kann man wahrlich keine Paranoia bezüglich Datenklau und ähnlichem unterstellen. Ich mache mir nichts vor und weiss, dass Vorratsdatenspeicherung schon lange betrieben wird. Sei es bei Grossverteilern wie Coop und Migros, bei Krankenkassen oder auch im Internet durch die bösen Datenkrakenmutter Google zum Beispiel.
Wenn man aber online oder auch klassisch per Post etwas aus einem Katalog bestellt, ist in dem selbigen oder eben auf den entsprechenden Homepages garantiert immer irgendwo erwähnt, dass die gespeicherten Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Und dies auch aus gutem Grund. Denn es ist illegal.
Wenn ich nun also einen persönlich adressierten Brief von der Südostschweiz erhalte, in dem sie mich in der Alpenstadt Chur willkommen heissen und mir gleichzeitig ein Probeabo anbieten und somit also ausdrücklich Werbung in eigener Sache machen, ist das eigentlich nicht weiter schlimm und, da sogar sie als Monopolzeitung gewinnorientiert handeln muss, absolut verständlich. Das Problem ist aber, dass ich der Südostschweiz nie meine Adresse angegeben habe. Ich hab mich dann mal bei denen telefonisch erkundigt und gefragt, woher sie denn meine Adresse haben und wurde dann von einer freundlichen Dame, meinem ersten Verdacht entsprechend, bestätigt: “Vom Einwohneramt der Stadt Chur, denks!” Aha. Stimmt. Logisch. Da kann ja jede Firma anklopfen und nach Werbeadressen verlangen. Wohl eher nicht. Warum also die SO?
Mir ist ja klar, dass die Südostschweiz die Adressen aller Churer Einwohner braucht, um ihren auf dubiose und äusserst mafiöse Weise verlängerten Monsterauftrag, nämlich den Druck und das Zustellen des Churer Amtsblattes, pflichtbewusst zu erfüllen. Aber die erhaltenen Adressen dann gleich zu Werbezwecken weiter zu gebrauchen ist eine absolute Frechheit wenn nicht sogar illegal.
Aber vielleicht irre ich mich auch gewaltig und reagiere über. Man möge mich aufklären.
ANWOHNERBEEF
Kevin hat mich via Twitter auf einen Eintrag im Leserforum der Südostschweiz aufmerksam gemacht und mich um eine Stellungnahme respektive einen Kommentar dazu gebeten. Und wenn ich das dort beschriebene nun richtig interpretiere, bin ich darüber mächtig sauer. Da gewisse Formulierungen seitens Claudio Peterhans aber ein wenig schwammig formuliert sind, möchte ich meinen Zorn, welcher auf hier beschränkt ohnehin nicht gross fruchten würde, im Zaum halten und ihn bitten, mit mir Kontakt aufzunehmen.
Also, Claudio. Meld dich mal.
Für alle die keine Klicks für die Südostschweiz generieren wollen, gibts den Eintrag aus dem Leserforum nach dem Klick.
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