
Ich fühle mich aufgrund des heute Morgen vorherrschenden Wetters dazu verpflichtet, für das unendlich doofe Sprichwort “April, April macht was er will.” ein sinnverwandtes Pendant für den arroganten Bruder vom April, den Mai, zu erfinden. Denn heute musste ich ein Unterlibli hervor kramen. Ich meine, es ist Mai, Hallo? Letzte Woche war es noch über 20° warm. Und jetzt, auf ein Knall; Unterlibliwetter. Alternativ hätte ich natürlich auch die erst kürzlich im Keller verstaute Herbstjacke reaktivieren können. Stattdessen entschied ich mich aber für Unterlibli, Shirt, Hoodie und Frühlingsjacke. Und anstelle meiner herzigen, roten Sommerschlüpfschühlein musste ich meine grossen, hohen, grünen, bösen Converse anziehen. Und weil selbige Schnürsenkel haben, die zur Stolperprävention gerne gebunden werden, band ich sie auch. In ungefähr 30 Sekunden. Und so verlor ich, im Vergleich zum dreisekündigen Sommerschlüpfschühleinanziehvorgang, Siebenundzwanzig Sekunden, welche sich dann in Form eines städtisches ÖV-Personentransportfahrzeugrücklicht bemerkbar machten. Und wenn man städtische ÖV-Personentransportfahrzeugrücklichter sieht, bedeutet dies, dass man das städtische ÖV-Personentransportfahrzeug von hinten sieht, was wiederum bedeutet, dass man das städtische ÖV-Personentransportfahrzeug verpasst hat und somit auf das nächste warten muss. Diese Viertelstunde Wartezeit war dann zugleich auch die Bewährungsprobe für meine zehn Minuten vorher gewählte Kleiderkonstellation. Die von mir gewählten Schuhe vermochten den neuneinhalb Metern Crushed-Ice-Regenwasser-Matsch-Kollabo auf der zum Schifffahrtsweg mutierten Strassen noch die Stirn bieten. Meine Frühlingsjacke hingegen versagte vollends und kapitulierte vor dem beissenden Schneeregen-Peitschenhieb-Wind und gewährte ihm bereitwillig Einlass in ihr Inneres. Obwohl da drin ja eigentlich ich mich bereits aufhielt. Vielen Dank.
Elf abgefrorene Zehen später erreichte ich wider meiner Erwartungen mein Büro. Erschöpft aber lebend. Und jetzt, lediglich dreineinhalb Stunden später, ist der Schnee geschmolzen, die Sonne scheint und die Temperaturen steigen. Und es herrscht eine unheimlich schöne, klare Sicht.
Also hatte dieser ganze, verfickte, temporäre Wetterumschwung lediglich einen sadistischen Beweggrund. Arschlochmai.
Und darum eingangs erwähntes Sprichwort-Pendant:
“Der Mai, der Mai *Pause* ist genauso eine Naziarsch-Wetterwechselschwuchtel wie der April.”
Schön, oder?









































5 Kommentare
Hihi.
@MRN: HEB DIS MUUL, du doofa Kalifornierhippi. :-)
Hihi *streck und gähn*
Gibs ihm … dem Mai.
:-))